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Gift statt Osterei?

(06.04.2026 – Kreis Ludwigsburg) Eine harmlose Ostereiersuche im eigenen Garten endete für zwei Männer in Vaihingen an der Enz mit einem gefährlichen Fund. Zwischen den Sträuchern entdeckten sie am Sonntag ein kleines Kunststofffläschchen mit einer beunruhigenden Aufschrift: „Polonium 210“.

Dabei handelt es sich um ein hochradioaktives Strahlengift, das bereits in winzigen Mengen tödlich wirken kann – weltweit bekannt wurde der Stoff durch den Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko im Jahr 2006.

Die Feuerwehr stufte das Gefäß aufgrund von Gewicht und Optik zunächst als echt ein, gab aber vorerst Entwarnung: Messungen im direkten Umfeld des Fundorts blieben negativ, es trat offenbar keine Strahlung aus. Das Umweltministerium hat das Fläschchen inzwischen gesichert abtransportiert, um den exakten Inhalt im Labor zu prüfen.

Die Ermittler stehen zunächst vor einem Rätsel: Wie gelangte das potenziell lebensgefährliche Material in den Garten am Ortsrand der 11.000-Einwohner-Kommune?

Während die Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz betonen, dass Polonium vor allem beim Einatmen oder über offene Wunden gefährlich ist, konzentriert sich die Polizei auf die Herkunft des Behälters. Die beiden Finder blieben unverletzt – der Schreck sitzt hingegen tief.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Gift statt Osterei?“

  1. […] Rätselhafter Fund bei Ostereiersuche — […]

  2. […] Rätselhafter Fund bei Ostereiersuche — […]

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