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Ricarda Lang im „Zeit“-Interview

(08.04.2026 – Nürtingen) Die Grünen reiten derzeit auf einer Erfolgswelle: Siege in Baden-Württemberg und München sowie starke Ergebnisse in Rheinland-Pfalz sorgen für Hochstimmung. Doch wie geht es weiter? Die ehemalige Parteichefin Ricarda Lang warnt in der Wochenzeitung „Die Zeit“ davor, nun alle Kandidaten nach dem Erfolgsrezept von Cem Özdemir zu formen.

Für sie ist klar: Ein „Hyperpragmatismus“ allein gewinnt keine Wahlen – entscheidend sei die Authentizität der Köpfe vor Ort. Die Partei müsse sich so breit aufstellen, dass sie sowohl konservative als auch progressive Wähler anspricht.

Den Vorschlag, das Erbe der schwächelnden FDP anzutreten, sieht die in Nürtingen aufgewachsene Politikerin jedoch skeptisch. Zwar teilten die Grünen liberale Grundwerte, doch Lang plädiert statt für Individualismus eher für ein stärkeres Miteinander und den Fokus auf das Kollektiv.

Damit widerspricht sie Experten wie dem Freiburger Politologen Michael Wehner, der gerade die liberale Haltung der Südwest-Grünen als deren eigentlichen Motor sieht.

Auch zu ihrer persönlichen Zukunft äußerte sich Lang im Interview. Ein Spitzenamt in der Partei könne sie sich zwar wieder vorstellen, aktuell sei der Zeitpunkt dafür aber noch nicht reif. Privat schlägt sie derweil ein neues Tempo ein: Lang hat das Laufen für sich entdeckt und trainiert bereits für ihren ersten Halbmarathon.


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