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Weniger antisemitische Straftaten

(06.04.2026 – Stuttgart) Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl antisemitischer Straftaten in Baden-Württemberg ist das zweite Jahr in Folge gesunken. Wie das Innenministerium mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 575 Fälle registriert – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Bilanz bleibt bitter, denn das bedeutet: Noch immer wird im Südwesten jeden Tag mindestens eine antijüdische Straftat begangen.

Innenminister Thomas Strobl warnt davor, die sinkenden Zahlen als Entwarnung zu missverstehen. Der Hass gegen Jüdinnen und Juden sei in allen politischen Lagern präsent – ob von rechts, von links oder aus islamistischer Ideologie heraus.

Seit dem erschreckenden Höchststand im Jahr 2023, der auf den Terrorangriff der Hamas auf Israel folgte, bleibt die Wachsamkeit der Behörden hoch. Zum Vergleich: Noch 2017 wurden landesweit lediglich 99 Fälle gemeldet – heute sind es fast sechsmal so viele.

Das Spektrum der Delikte reicht dabei von Volksverhetzung und verbotenen Symbolen wie dem Hakenkreuz bis hin zu handfester Sachbeschädigung, etwa an gehissten Israel-Flaggen vor Rathäusern.

Für die Landesregierung ist klar: Jüdisches Leben steht unter staatlichem Schutz, und das sei nicht verhandelbar. Trotz der sinkenden Statistik bleibt die Dunkelziffer vermutlich hoch, weshalb das Ministerium betont, weiterhin „hellwach und hochsensibel“ gegen jede Form von Judenhass vorzugehen.

Kommentare

2 Kommentare zu „Weniger antisemitische Straftaten“

  1. […] Leichter Rückgang bei antisemitischen Straftaten — […]

  2. […] Leichter Rückgang bei antisemitischen Straftaten — […]

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